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Űberschwemmungskatastrophe im Beni, Februar bis Juni 2007


In Teilen des Tieflandes Boliviens, vor allem im Bundesstaat Beni, setzte Anfang Februar 2007 eine katastrophale Űberschwemmung ein. Die Flüsse treten in dieser Jahreszeit oft über die Ufer, aber dieses Jahr nahm das kein Ende.
Menschliche Leben konnten gerettet werden, aber allein diese Region, eine der größten Viehregionen Südamerikas mit etwa 2 Millionen Rinder, hatte etwa 20.000 ertrunkene Kühe zu vermelden.
Eine Gruppe Freiwilliger von Animales SOS, geleitet von unserer Vorsitzenden Susana Carpio machte sich im März zu einer Hilfsaktion auf. Im Flüchtlingscamp der internationnalen Hilfsorganisation Oxfam übernahmen wir veterinärmedizinische Behandlungen (eine unserer Tierärztinnen war die ganze Zeit mit vor Ort), Parasitenbehandlungen, Impfungen und kostenlose Sterilisationen und Kastrationen der Tiere, die die Flüchtlinge mit ins Camp gebracht hatten. Allein im Monat April wurden dort 319 Haustiere, vor allem Hunde sterilisiert / kastriert.
Nach dem Aufenthalt im Camp war unser Team gemeinsam mit dem Militär Boliviens unterwegs in entlegenere Teile des Benis. Dabei konnten wir umsonst deren Lastwagen zu Futtertransporten mitbenutzen. Nicht erreichbare Teile des Landes wurden per Booten angefahren, für den Futtertransport zu eingeschlossenen Rinderherden stand ein venezolanischer Hubschrauber umsonst zur Verfügung. Insgesamt 40 Tonnen Tierfutter, gespendet aus verschiedensten Quellen, wurden so transportiert. In verlassenen und vom Wasser eingschlossenen Ortschaften wurden des weiteren Hunde, Katzen, Esel, Hühner und Schweine versorgt, aber auch Wildschweinherden.
Insgesamt erfuhren während der gesamten Aktion über 9000 Tiere auf die eine oder andere Art und Weise Hilfe von unseren Mitarbeitern.

Es war finanziell nicht einfach, die Unkosten für diese spontane Aktion zu schultern. Vor allem die Sterilisation der über 300 Haustiere verursachte uns ganz enorme Kosten, für die kein Fonds zur Verfügung stand.



                                                               Stefan Hebele

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