Animales S.O.S. - Bolivia
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Pet Adoptathon

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Eine Tierhilfsorganisation in der sogenannten Dritten Welt? Da kommt schon des öfteren Mal die Frage: Sollte man denn nicht zuerst einmal den Menschen helfen?

  • Dazu ganz kurz vier Gedanken:
    Tierschutz und Hilfe für Menschen gehen in Ländern der sogenannten "Dritten Welt" ineinander über. In den Straßen von La Paz, El Alto und den anderen Städten des Landes wimmelte es z.B. nur so von Straßenhunden. Diese Hunde leben nicht nur unter unwürdigen Bedingungen, sie übertragen zugleich diverse Krankheiten auf den Menschen: Pilzerkrankungen, andere Parasiten wie Bandwürmer und Krätzmilbe.
    Das größte Problem allerdings stellt die Tollwut dar. Alleine in La Paz wurden im Jahre 2000 insgesamt 69 Fälle von Tollwut dokumentiert, 2001 waren es 37 Fälle, die Dunkelziffer liegt weit höher. 1999 starben in Cochbamba 12 Menschen an den Folgen einer Tollwuterkrankung, 2001 starben alleine in El Alto 3 Menschen daran. Sehr häufig werden Kinder, die auf den Straßen spielen, Opfer von Beissereien.
  • Auch Tiere haben Rechte. Vor allem Wirbeltiere sind mit einem ausgeprägtem Schmerzempfinden ausgestattet, sie erleiden Schmerzen genauso wie wir. Auch wenn wir in Bolivien noch weit vom Idealzustand entfernt sind, so lernen die Menschen dank Animales S.O.S., dass Tiere Lebewesen sind und nicht Objekte.
  • Es gibt in Bolivien sehr viel Hilforganisation, die das Leid armer und kranker Menschen verbessern wollen. Tierhilfsorganisationen im westlichen Sinne hingegen gibt es kaum.
  • Animales S.O.S. hilft bei der Auswilderung illegal gefangener Wildtiere. Gemeinsam mit der Organisation Inti Wara Yassi in Villa Tunari (Cochabamba), die dort ein Naturschutzgebiet betreuen, helfen wir so Wildtieren.

Animales S.O.S. hat in Bolivien sehr viel "reconocimientos" erfahren (siehe auch "Auszeichnungen und Erfolge"). Dies ist in etwa gleichzusetzen mit dem Status eines als gemeinnützig anerkannten Vereins. Trotz des großen Bekanntheitsgrades von Animales S.O.S. gerade in La Paz und einer andauernden Medienpräsenz des Vereins leiden wir, wie viele andere Menschen in unserem Land, unter den grossen wirtschaftlichen Problemen Boliviens. So bezahlen die Freiwilligen von Animales S.O.S. den größten Teil ihrer Auslagen aus der eigenen Tasche, weil schlicht und ergreifend keine Finanzmittel vorhanden sind.

Ich hoffe, dass die Homepage von Animales S.O.S. auf ihr Interesse stößt. Wir sind über jede noch so kleine Unterstützung dankbar. Sollten sie weitere Fragen zu Animales S.O.S. haben, so beantworten wir diese gerne.


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