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oso de anteojos -Tremarctos ornatus

von Archievement

oso de anteojos -Tremarctos ornatus



WILDTIERE UND DER MENSCH- DIE UNENDLICHE GESCHICHTE DER IGNORANZ





Einen Brillenbär als Haustier?



Ende September 2007 wurde in Quime nahe La Paz einer der sagenbehafteten Jucumaris, auch als Brillenbär bekannt, gefangen. Im Wald stießen Jugendliche auf eine Bärin mit zwei Jungtieren, die Mutter flüchtete mit einem Baby, das zweite blieb vor Schreck stehen und ließ sich einfangen. Auf dem Markt in Quime sollte es als Haustier verkauft werden, man stelle sich das vor: Ein süßer Wollknäuel, der sich in kurzer Zeit zu einem starken Wildtier entwickeln wird. Und dann natürlich in Ketten gehalten würde. Der Dorfarzt ließ den Kleinen beschlagnahmen, und so landete er im Tierheim von Animales SOS in La Paz. Dies ist allerdings keine Happy-End-Story, ein solch junges Tier kann noch nicht wieder ausgewildert werden, es ist ja noch nicht einmal zur selbstständigen Nahrungssuche in der Lage. Und je länger es Menschen in seiner Nähe hat, desto unsinniger ist eine Auswilderung in späteren Jahren: Er wird immer wieder die Nähe des Menschen suchen, sich in kargen Maisfeldern satt fressen und irgendwann wahrscheinlich von einer  menschlichen Kugel getötet werden. Wenn Sie also zufällig Erfahrungen mit Jucumaris haben sollten: Wir sind über Lösungsvorschläge dankbar.

Tierschutz heißt in vielen Teilen der Welt zuallererst bewußt machen der Werte, Verantwortungsgefühl für Tiere aufzubauen, kurz: Zum Umwelt-, Natur- und Tierschutz erziehen. Im Durchschnitt hatten wir 2007 zwei Mal pro Woche die Chance dazu in diversen bolivianischen Fernseh- und Radioprogrammen.



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