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von Archievement

Dos leones

Dos leones



KURS RICHTUNG FREIHEIT


16. Febraur 2011

Heute werden 25 Löwen, die bisher bei Zirkusaufführungen in nicht artgerechter Weise benutzt wurden, an ein Tierschutzrefugium in Denver (USA) übergeben.

Vor einem Jahr wurde das Gesetz Nr. 404 verabschiedet, welches auch den Schutz von Tieren bei Zirkusaufführungen beinhaltet. Daraufhin wurden bereits letztes Jahr mehrere Löwen an die nationale Tierschutzbehöre übergeben. Das letzte Tier, welcher dieser Gruppe übergeben werden konnte, war der Löwe Kimba, ein kleiner Löwe, der vor 2 Jahren in einem Zirkus in der Nähe von Tarija in einem winzigen Käfig entdeckt wurde. Dieser Löwe wurde zuerst an den Zoologischen Garten von Tarija übergeben und er wird nun mit der Gruppe der anderen Löwen nach Denver reisen.

Das neue Gesetz 404, welches von uns nachhaltig unterstützt wurde, ist ein großer Schritt nach vorne für den Tierschutz in Bolivien. Leider kommt dieses Gesetz für viele Tiere zu spät. Wir erinnern uns zum Beispiel an den Elefanten „Rossy“, der in einem Zirkus unterernährt aufgefunden wurde. Das Tier wurde zudem in keinster Weise artgerecht gehalten, da es unter anderem mit einem Plakat durch den Verkehr und die Strassen von Cochabamba geführt wurde, um Werbung für den Zirkus zu machen. Als der Zirkus Ende 2000 nach La Paz kam, sahen wir das Tier in einem Waggon in so erbärmlichem Zustand, dass auch eine Rettungsaktion unsererseits zu spät kam und das Tier Anfang 2001 verstarb. Die letzten Fotos von Rossy zeigen, wie sehr Tiere unter der schlechten Behandlung und des Missbrauchs als „Werbeträger“ leiden können. Auf Basis dieses Vorfalls gelang es uns, mit den Behörden zu reden und auch international Unterstützung zu erlangen, so dass zuerst in den Städten La Paz und Cochabamba und 3 Jahre später auch in El Alto und Santa Cruz lokale Verfügungen gegen dieses tierschutzwidrige Verhalten durch Zirkusorganisationen erlassen wurden. Dies mündete nun in das neue Gesetz 404.

Im August 2009 reagierten die ersten Zirkusorganisationen und wir konnten die ersten Zirkustiere in unsere Obhut nehmen. Natürlich hatte dies auch finanzielle Auswirkungen, denn wir mussten mehr als 3000 US-Dollar investieren, um die Tiere aufzunehmen, zu füttern und artgerecht zu halten. Dank unserer internationalen Beziehungen konnten die ehemaligen Zirkustiere wie die genannten Zirkuslöwen nun an ein Refugium in Denver überstellt werden.

Heute endet ein Kampf für bessere Bedingungen vieler Tiere, der im Jahr 2000 mit „Rossy“ begonnen hat. Wir mussten viel Arbeit und Mühe investieren, aber dies hat sich gelohnt. Ohne die Hilfe von Freiwilligen wie Roberto Moscoso und der Abgeordneten Ximena Flores hätten diese Tiere heute keine Chance auf ein besseres, artgerechtes Leben.

 

 

 
 
 
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