

Fuenf Tierschutzprojekte werden vom Senat 'verschlafen'
August 2011
Die Vertreterin von Animales S.O.S, Susana del Carpio, informierte die Zeitung EL DIARIO, dass derzeit 5 Projekte durch die Politik verzögert werden, welche dem Tierschutz dienen würden. Zwar wurden diese Projekte fristgerecht beim Senat eingereicht, aber sie liegen dort derzeit auf Eis und warten auf Zustimmung. "Ich verstehe dieses Verhalten nicht, da es zeitgleich Gesetzte und Projekte gibt, die noch am selben Tag die Zustimmung des Senats erhalten", erklärte Susana del Carpio gegenüber der Zeitung. "Diese Gesetze wären sehr wichtig für das Leben vieler Tiere, die derzeit ungeschützt unter miserablen Bedingungen leben".
Zwar gibt es im Bundesstaat La Paz eine Verfügung, die den Handel mit Tieren auf Märkten und die Misshandlung von Tieren untersagt. Doch diese Verfügung wird oft unterwandert und nur in wenigen Fällen kontrolliert. Auf nationaler Ebene ist sogar eher ein Rückschritt zu verzeichnen - die Regierung von Evo Morales kümmert sich nicht um den Tierschutz, und die Vertreter seiner Partei versuchen diesen sogar zu blockieren. So kam es in letzter Zeit vermehrt wieder zu Stierkämpfen, welche von Politikern unterstützt werden.
Das Beste wäre, die bereits in La Paz existierende Verfügung 522/2005 zum Schutz der Tiere national mit der Unterstützung der Regierung auszuweiten. Immerhin haben sich die Regionen Santa Cruz und Cochabamba dieser Verfügung bereits angeschlossen. Umso wichtiger wäre es, dass der Senat der Ausweitung dieser Verfügung auf nationaler Ebene zustimmt.
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